All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit; Bahai Gardens, Dado Beach

Hallo meine Lieben,
ich melde mich heute mit dem letzten Teil meiner Israel Traveldiaries aus der Sommerpause zurück. Ich möchte euch abschließend noch einige Tipps zu Haifa geben, der Stadt in der ich für drei Monate gelebt habe und dementsprechend auch viel austesten konnte. Außerdem möchte ich auch noch ein generelles Fazit zu Israel abgeben.

Leider habe ich es noch nicht vorher geschafft, diesen Beitrag zu schreiben, da in letzter Zeit sehr viele andere Sachen im „wahren Leben“ anstanden. Auch in nächster Zeit wird es eher seltener Beiträge geben, aber ich bin immer noch dabei 😉 Folgt mir am besten auf Instagram oder tragt euch in den Newsletter ein, um immer über aktuelle Beiträge informiert zu werden.
Aber nun zuerst einmal zu Haifa.

Haifa

Bei Haifa handelt es sich um eine wunderschöne Hafenstadt am Mittelmeer fast am nördlichsten Zipfel Israels. Klimatisch ist Haifa mit vielen anderen Mittelmeerstädten vergleichbar. Im Sommer ist es sehr heiß (bis zu 35 °C) und relativ trocken, ab September sinken die Temperaturen auf bis zu 10 °C im Winter und man braucht ansatzweise doch eine Heizung oder sowas wie Isolation (eine Sonderheit in Israel). Ab etwa Oktober kann es zu meist heftigen, aber kurzen Schauern kommen. Haifa liegt größtenteils auf dem Mount Carmel. Man sollte daher gut zu Fuß sein oder sich mit dem örtlichen Nahverkehr anfreunden 😉

Kulturell nimmt Haifa in Israel eine wirkliche Sonderstellung ein. Neben der jüdischen Mehrheit gibt es einen großen Anteil arabischer Christen genauso wie eine muslimische Volksgruppe und die Bahai. Daher ist Haifa auch die einzige Stadt in Israel in der am Sabbat öffentliche Busse fahren und kleine christliche Lebensmittelgeschäfte geöffnet haben dürfen. Eine sehr praktische Eigenheit, wenn man selbst kein Auto besitzt oder an einem Sabbat in Israel ankommt und dementsprechend noch keine Lebensmittel zu Hause hat. Außerdem zählt Haifa zu den sichersten Städten Israels.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit

Sehenswürdigkeiten

Die Gärten der Bahai

Die wichtigste Sehenswürdigkeit Haifas sind definitiv die hängenden Gärten der Bahai! Verlasst die Stadt auf keinen Fall ohne zumindest von unten (Eingang an der Deutschen Kolonie) oder von oben (Eingang an der Yefe Nof Street) einen Blick auf die wunderschön angelegten symmetrischen Terrassen und den Schrein des Bab zu werfen. Am Besten nehmt ihr aber an einer geführten kostenlosen Tour teil, die fast jeden Tag in Englisch, Hebräisch, Arabisch und Russisch ausgehend vom oberen Eingang angeboten werden. Außerdem können Teile der Gärten auch zu begrenzen Zeiten von Unten und der Mitte alleine betreten werden. Von den oberen Terrasse hat man einen wunderschönen Blick über den Hafenbereich.

Die Bahai-Religion
Die Bahai stellen eine eigene Religion dar, die verschiedene Elemente anderer Religionen in sich vereint. Sie zeichnet sich vor allem daraus aus, dass sie auf humanitären Werten aufbaut. So soll Religion im bahaischen Glauben nicht der Vernunft und der Wissenschaft widersprechen, außerdem gilt Nächstenliebe als wichtigstes Element. Gegründet wurde das Bahaitum um 1850 im heutigen Iran, wo es auch heute noch die größte Minderheit darstellt, die Religion ist heute jedoch weltweit verbreitet. Im israelischen Akko befindet sich heute der internationale Hauptsitz und in Haifa mit dem Schrein des Bab eines der wichtigsten Heiligtümer.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit; Bahai Gardens
All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit

Die Strände

Aufgrund der Lage direkt am Mittelmeer kann Haifa auch mit einigen sehr schönen Stränden aufwarten. Die Strände in der Nähe des Hafens sind zwar nicht so toll (sehr steinig und klein) es gibt aber wirklich wunderschöne Strände auf der Süd-West-Seite der Stadt. Mein liebster Strand ist der Dado-Beach in der Nähe des Leonardo Plaza Hotels. Der Sand ist wirklich schön fein. Außerdem gibt es, wenn man ein Stückchen nach links weitergeht, schattenspendende Pavillons am Strand, die helfen, damit man nicht komplett verbrennt. Außerdem gibt es in regelmäßigen Abständen öffentliche Duschen und der Strand wird von Rettungsschwimmern bewacht. Es besteht auch die Möglichkeit, Surfbretter zu mieten.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit; Dado Beach

Outfit
Jumpsuit – H&M (ähnlicher hier*)

Restaurant-Empfehlungen

Shtroudl

Da meine Wohnung in der Deutschen Kolonie war, habe ich auch vor allem Restaurants in der Nähe getestet. Mein liebstes Restaurant direkt in der Deutschen Kolonie ist das Shtroudl, bei dem es super leckere Fusions-Küche aus jüdischen, (ost)-europäischen und mediterranen Einflüssen gibt. Ein Must ist hier der namengebende Apfelstrudel, suuuuper lecker und eine riesen Portion! Außerdem ist die Deko wirklich traumhaft. Im Außenbereich sind einfach mal 10 000 Lichter verteilt und man hat einen direkten Blick von unten auf die Gärten der Bahai, welche bei Nacht auch sehr schön beleuchtet sind.

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Libira Brewpub

Eine ganz große Empfehlung ist auch der Libira Brewpub in Downtown von Haifa. Hier gibt es zum einen super leckeres selbstgebrautes Craft Beer in mehreren Sorten, die jeweils nach Fabelwesen benannt sind. Zum Anderen bekommt man hier auch viele leckere Gerichte. Außerdem ist die Atmosphäre wirklich schön. Alles ist eher modern und sehr schlicht und schick eingerichtet. Außerdem war das Personal bei unserem Besuch wirklich super freundlich und wir hatten einfach eine sehr gute Zeit. Das Bier war übrigens so gut, dass ich wirklich gerne ein paar Flaschen mit nach Deutschland gebracht hätte, aber ich hatte die Befürchtung, dass es diese niemals heile schaffen würden. Wenn ich das nächste Mal in Haifa bin, wäre dass aber auf jeden Fall das erste Restaurant, dass ich wieder besuchen würde!

Brasserie 107

Eine weitere Empfehlung, bei der ich vor allem die Location besonders und erwähnenswert finde ist die Brasserie 107 in der Nähe des oberen Eingangs der Bahai-Gärten. Von hier aus hat man durch die riesige Glasfront einen wunderschönen Blick über den Hafen und vor allem bei Nacht einen wirklich tollen und romantischen Ausblick. Außerdem ist die Karte zwar relativ klein, aber mit Bedacht ausgewählt und alles (was ich getestet habe) super lecker.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit; Haifa Hafen bei Nacht

Café Café

Bei Café Café handelt es sich um eine Kette von Kaffeelädchen, die neben den namengebenden Heißgetränken auch einige Speisen im Angebot haben. Eines davon befindet sich auch in der Deutschen Kolonie und ich habe mich hier mehrmals für ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee niedergelassen und das Treiben der Touristen und streunenden Katzen beobachtet. Es handelt sich auf jeden Fall um eine sichere Wahl, wenn man eine neue Stadt bereist.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit

Abschließendes Fazit

Zum Abschluss meiner Israel Traveldiaries möchte ich auch noch ein Fazit zu Israel und meinem Aufenthalt abgeben:

Ich möchte Israel auf jeden Fall wieder besuchen!

Israel ist einfach ein unglaublich faszinierendes und erstaunlich vielseitiges Land. Es gibt im Norden tolle Gebirge und eher „kühle“ blühende und fruchtbare Landschaften. Im Süden befindet sich im Gegensatz hierzu jedoch eine Wüste mit karger aber faszinierender Landschaft.

Außerdem gibt es die drei Meere Mittelmeer, das Rote Meer und das Tote Meer. Zwei davon habe ich bisher bereist und bin unglaublich begeistert. Vor allem das Rote Meer hat mich nachhaltig beeindruckt – ihr solltet für eine genauere Beschreibung unbedingt das Traveldiary zu Eilat lesen! Das Tote Meer steht auf jeden Fall noch auf meiner Bucket Liste.

Auch kulturell und religiös (auch wenn man selbst nicht gläubig ist) ist Israel auf jeden Fall eine Reise wert. Eine gewisse Spiritualität hat auch mich, vor allem in der Zeit in Jerusalem, erfasst. Das muss man einfach selbst erfahren haben, um es wirklich nachvollziehen zu können. Außerdem habe ich auch viel über das Judentum, die verschiedenen Feiertage und Traditionen gelernt. Ich habe kulturell viele Eindrücke hinzugewonnen, was mich persönlich auf jeden Fall sehr bereichert hat.

Allerdings sind auch die vielen Kulturen und unterschiedlichen Volksgruppen und die daraus resultierenden Konflikte ein Grund, warum ich wahrscheinlich nicht in Israel leben wollen würde. Irgendwie schwingen im Subtext immer auch die Konflikte und Probleme mit. Selbst in Haifa, welches ich als sehr aufgeschlossen erlebt habe, lassen sich Probleme zwischen der jüdischen und arabischen Bevölkerung nicht verleugnen. Ich habe mich jedoch auch zu keinen Zeitpunkt wirklich bedroht gefühlt. Man muss sich aber erstmal daran gewöhnen, dass deutlich mehr junge Menschen in Militäruniformen unterwegs sind, natürlich mit dazugehörigem Sturmgewehr. Ehrlicherweise ist mir das nach einiger Zeit aber gar nicht mehr aufgefallen.

Hier findet ihr alle anderen Traveldiaries:

Israel Traveldiary #1 – Einreise, Erste Eindrücke und Feiertage
Israel Traveldiary #2 – Eilat, das Beste von Wüste und Meer
Israel Traveldiary #3 – Das pulsierende Tel Aviv
Israel Traveldiary #4 – Das einzigartige Jerusalem

Als Reiseführer fand ich übrigens den von Lonely Planet* zu Israel&Palästina sehr hilfreich. Dieser ist recht detailliert und es sind wirklich zu jeder größeren Stadt viele Infos enthalten. Viele Sehenswürdigkeiten und auch An- und Abreiseinfos habe ich hierher. Außerdem waren für mich die Seiten mit allgemeinen Infos, wie zum Beispiel zur Geschichte und zu gesellschaftlichen Fakten wirklich sehr hilfreich. Also hier auf jeden Fall auch eine Empfehlung von mir.

Ich hoffe euch haben die Reiseberichte gefallen und ich konnte euch einen kleinen Einblick in dieses unglaublich vielseitige Land geben.

Looking forwars to see you again soon, Israel.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit; Bahai Gardens, Schrein des Bab
All the wonderful things: Israel Traveldiary #5 - Haifa: Tipps & Fazit; Dado Beach

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