All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise, Felsendom, Temelberg, Davidsturm, Altstadt

Hallo meine Lieben,

in diesem Teil meines Israel Traveldiaries soll es heute um die einzigartige Stadt Jerusalem gehen. Ich habe bisher noch keine Stadt bereist, die auch nur im Ansatz mit Jerusalem vergleichbar ist, von daher möchte ich euch ein wenig von meinen Eindrücken berichten. 

Ich fand Jerusalem deshalb so besonders und einzigartig, weil hier wirklich tausende Jahre alte Geschichte auf die Neuzeit trifft. Außerdem ist Jerusalem natürlich auch die Hauptstadt der drei großen Weltreligionen und von daher ein zutiefst spiritueller Ort. Mit der Grabeskirche, der Klagemauer und dem Tempelberg befinden sich hier einige der wichtigsten religiösen Bauwerke der Welt.

Die Einflüsse der verschiedenen Religionen lassen sich auch auf der Straße beobachten. Viele Menschen tragen traditionelle Kleidung und beten an den entsprechenden Heiligtümern. Vor allem in der Altstadt Jerusalems ist das Gewirr der Menschen unglaublich beeindruckend.

Anreise

Aber bevor ich genauer auf die Sehenswürdigkeiten, die Altstadt und alles andere eingehe, möchte ich erstmal vorne bei der Anreise und unserer Unterkunft anfangen.

Ich bin von Haifa aus mit dem Bus nach Jerusalem angereist. Dies ist wohl das Verkehrsmittel, mit dem man Jerusalem aus allen Ecken Israels erreichen kann. Auf der Internetseite von Egged kann man zum Beispiel viele Verbindungen finden. Vom Flughafen Ben Gurion kann man außerdem mit dem Sherut und neuerdings auch mit dem Zug nach Jerusalem anreisen. Den Zugfahrplan kann auf der Internetseite von Israel Railways abrufen. Wie überall in Israel, fahren die Züge jedoch nicht am Sabbat, so dass man dann in jedem Fall auf das Sherut zurückgreifen muss, welches man vom Flughafen aus unter der Bezeichnung „Shuttle“ findet. Diese haben außerdem den Vorteil, dass diese für einen geringen Aufpreis direkt zum Hotel fahren und man dann nicht mehr mit dem Gepäck durch die Stadt laufen muss.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise

Unterkunft

Ritz Hotel

An Unterkünften haben wir in unserer Zeit in Jerusalem sogar zwei Hotels austesten könne, da wir relativ spontan noch eine Nacht länger geblieben sind, für die unser erstes Hotel jedoch keine Zimmer mehr frei hatte. Dieses erste Hotel war das Ritz Hotel*, in dem wir zwei Nächte verbracht haben. Dieses liegt im östlichen Teil der Stadt in einer arabisch geprägten Nachbarschaft. Das Zimmer fand ich sehr schön. Es hatte einen kleinen Balkon und vor allem das Bett war wirklich unglaublich bequem. Das Badezimmer war schön und ausreichend, hätte für meinen Geschmack aber gerne etwas moderner, sauberer und heller sein dürfen. Absolute Pluspunkte hat das Hotel bei mir auf jeden Fall durch ein super gutes und reichhaltiges Frühstück gemacht. Auch über zu wenig Kaffee konnte ich mich auf keinen Fall beklagen. Außerdem war das Personal wirklich überaus freundlich und zuvorkommend.

YMCA Three Arches

Die letzte zusätzliche Nacht haben wir dann außerdem noch im YMCA Three Arches Hotel* verbracht. Hier wollte ich eigentlich schon von vornherein übernachten, jedoch waren die Zimmer für die ersten Tage bereits ausgebucht. Das YMCA Three Arches ist ein wirklich besonderes und geschichtsträchtiges Hotel im westlichen Teil der Stadt. Den YMCA in Jerusalem gibt es bereits seit 1878. Das Hotel wurde dann einige Jahre später von Arthur Loomis Harmon (der auch das Empire State Building in New York entwarf) designt und dann in 1933 eröffnet.

Man muss sagen, dass dem Hotel eine imperiale und gehobene Aura anhaftet, die jedoch leider hin und wieder auch sehr verstaubt erscheint. So sind die Zimmer nicht mehr auf dem modernsten Stand, was mich leider zum Beispiel im Badezimmer etwas gestört hat. Dafür ist die Anlage wirklich wunderschön und der Aufstieg zum Turm mit 360° Rundumblick ist für Hotelgäste inbegriffen. Auch das Restaurant haben wir ausgiebig getestet und durchweg für sehr gut befunden. Außerdem stehen einem ein Fitnessstudio, Pool und Sauna zur Verfügung, was wir leider zeitlich bedingt nicht austesten konnten. Auch das Frühstück konnten wir leider nicht testen, da wir an diesem Morgen früh zum Tempelberg aufbrechen mussten. Trotz der kleinen Mankos würde ich dieses Hotel auf jeden Fall wieder buchen, wenn ich in Jerusalem sein sollte. Das historische Flair und das tolle Gebäude und Gelände haben mich einfach voll überzeugt!

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise YMCA Three Arches

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise YMCA Three Arches

Sehenswürdigkeiten

Jerusalem bietet wirklich schier unendliche viele Sehenswürdigkeiten. Als Hauptstadt der drei monotheistischen Religionen haben Pilger über die Jahrtausende hinweg (Jerusalem gibt es seit etwa 4000 Jahren) viele heilige Stätten geschaffen. Außerdem gibt es unglaublich viele Museen, bei denen sich ein Besuch lohnt. Die meisten Sehenswürdigkeiten, die wir besichtigt haben, befinden sich in der Altstadt, dem Ölberg und dem Berg Zion.

Altstadt

Die Altstadt selbst könnte man eigentlich schon als Sehenswürdigkeit bezeichnen. Diese gliedert sich in vier Teile: Das christliche Viertel, das muslimische Viertel, das jüdische Viertel und das armenische Viertel. Alle haben ihre Besonderheiten und man merkt meistens sofort, wenn man von Einem ins Andere wechselt. Sie ist außerdem von immer noch intakten Stadtmauer umgeben, so dass man eines der acht einzigartigen Stadttore nehmen muss, um hinein zu gelangen. Hier können sich die Menschenmassen auch mal etwas stauen, was ich manchmal sehr nervig und unangenehm fand. Vor allem die schmalen Gassen mit Läden, in denen man alles mögliche bekommen kann und die vielen unterschiedlich gekleideten Menschen haben mich hier am meisten fasziniert. Hier sollte man sich übrigens auf jeden Fall auch einen Granatapfelsaft kaufen – soso lecker!

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Altstadt

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Altstadt

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Altstadt

Outfit

Oberteil – Uralt von H&M (ähnliches hier*)

Rock – Anna Field

Schuhe – Superga*

Klagemauer

Das wichtigste jüdische Heiligtum der Welt ist die Klagemauer am Rande des Tempelbergs. Die Juden betrauern hier die Zerstörung des zweiten Tempels, der vor etwa 2000 Jahren auf dem Bereich des heutigen Tempelbergs gestanden hat. Da sie den Tempelberg aus religiösen Gründen nicht betreten dürfen, um nicht versehentlich das allerheiligste des zerstörten Tempels zu betreten, beten sie außerhalb an den Mauersteinen der Klagemauer, deren Steine dort ebenfalls seit über 2000 Jahren stehen. Die Juden stecken übrigens kleine Zettelchen mit darauf geschriebenen Wünschen zwischen die Steine, damit diese in Erfüllung gehen.

Vor allem Freitag abends zu Beginn des Sabbats strömen unglaublich viele in schicker Festtagskleidung und traditionell jüdisch gekleidete Menschen in Richtung der Klagemauer um dort zu beten.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Klagemauer

Via Dolorosa und Grabeskirche

Mit der Grabeskirche befindet sich auch das wichtigste christliche Heiligtum in der Altstadt von Jerusalem. Zu ihr gelangt man, wenn man der Via Dolorosa folgt, auf der man die letzten 15 Stationen vor Jesus Tod nachverfolgen kann. Dazu gehört zum Beispiel auch der Stein, an dem sich Jesus bei einem Sturz abgefangen haben soll, welcher im unteren Bild zu sehen ist. Die letzten 5 Stationen befinden sich dann in der Grabeskirche. Einfach wegen ihrer Bedeutung für das Christentum und der anhaftenden Spiritualität würde ich den Besuch empfehlen. Ansonsten fand ich sie jedoch ehrlich gesagt nicht besonders schön oder beeindruckend.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Grabeskirche

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Via Dolorosa

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Via Dolorosa

Tempelberg

Deutlich beeindruckender fand ich dann doch den Tempelberg. Dieser stellt die drittheiligste Stätte des Islam nach Mekka und Medina dar. Und ich muss sagen: Für den Besuch hat sich die Verlängerung um eine weitere Nacht definitiv gelohnt. Der Besuchereingang durch das Marokkanertor, den man als Nicht-Muslim als einziges nehmen kann, ist nämlich nur von Sonntag bis Donnerstag zu bestimmten Zeiten geöffnet (für die genauen und aktuellen Zeiten am Besten auf den offiziellen Seiten nachgucken). Auf dem Tempelberg befinden sich die Al Aqsa-Moschee und der Felsendom, der wie ein riesiges Juwel mit seiner goldenen Kuppel über die ganze Stadt strahlt. Leider können beide durch Nicht-Muslime nicht betreten werden, aber auch so ist ein Spaziergang über das Plateau eine tolle Erfahrung.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Tempelberg Felsendom

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Davidsturm

Ebenfalls in der Altstadt nahe des Jaffa-Tors befindet sich der Davidsturm. Hierbei handelt es sich um eine archäologische Stätte und Museum, in dem man viel über Jerusalems Geschichte erfahren kann. Außerdem kann man alte Ruinen bewundern und hat vom hohen Turm einen wunderbaren Blick auf die Altstadt und den Tempelberg. Ich fand vor allem diesen Ausblick, aber auch die interessante Ausstellung mit vielen unterschiedlichen Ausstellungsstücken sehr schön und interessant, so dass ich den Besuch des Museums nur empfehlen kann. Vor allem Geschichtsfans kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Davidsturm

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Davidsturm

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Altstadt

Berg Zion

Der Berg Zion befindet sich südlich der Altstadt, wenn man diese durch das Zions-Tor verlässt. Hier befinden sich ein Franziskaner Kloster mit Kirche, das angebliche Grab von König David und ein christlicher Friedhof.

Die Franziskaner Kirche, die zum großen Teil durch deutsche Unterstützer gebaut wurde, hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich dabei um eine noch sehr junge Kirche, die jedoch wunderschöne mit Mosaiken verzierte Wände besitzt. Gleich um die Ecke befindet sich das angebliche Grab von König David, welches ich jedoch überhaupt nicht spektakulär fand. Letztendlich kommt man in zwei, nach Geschlechtern getrennte Bereiche, die jeweils beide an einem großen schwarzen Sarg enden. Ebenfalls in der nähe befindet sich ein großer Raum, in dem angeblich das letzte Abendmal stattgefunden haben soll, doch auch dieser ist einen Besuch nicht wirklich wert.

Interessanter fand ich dann doch den christlichen Friedhof, der sich hinter dem Kloster befindet. Hier wurde nämlich Oskar Schindler begraben, der in Zeiten das Nationalsozialismus zahlreichen Juden das Leben rettete. Das Grab ist gut an einigen darauf gelegten Steinen zu erkennen. Es handelt sich hierbei um eine Art Ehrerbietung jüdischer Besucher.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Berg Zion

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Berg Zion

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Grab Oskar Schindler

Ölberg

Ein weiterer Ort in Jerusalem, den man unbedingt besuchen sollte, ist der Ölberg im Osten der Stadt. An diesem spirituellen Ort wird von den Juden der Tag des jüngsten Gerichts erwartet, weswegen sich viele direkt vor Orten bestatten haben lassen. So sind die Hänge des Berges mit tausenden Gräbern überzogen. Um sich den Aufstieg zu sparen, könnte man natürlich auch den Bus nehmen, aber wir haben uns auch die Erfahrung nicht nehmen lassen. Außerdem befinden sich auf dem Weg nach oben noch die eine oder andere kleine Sehenswürdigkeit, die man so direkt mitnehmen kann.

Der Aufstieg

Am Fuße des des Ölberges befindet sich zum Beispiel das Mariengrab, in dem die Jungfrau Maria begraben worden sein soll. Außerdem direkt daneben befindet sich die Kirche aller Nationen mit dem angrenzenden Garten Getsemani. Es lohnt sich auf jeden Fall die schönen Mosaike in der Kirche anzuschauen, aber noch beeindruckender sind die zum Teil über 2000 Jahre alten Olivenbäume, die in dem Garten zu finden sind. Hier soll vor 2000 Jahren auch Jesus verhaftet worden sein, so dass einige der Bäume stumme Zeitzeugen dieser Ereignisse gewesen sein könnten. Aber auch ohne diese mythische Geschichte, sind die alten knorrigen Olivenbäume sehr beeindruckend und schön anzusehen.

Auf dem Weg nach oben, kommt man außerdem noch an mehreren weiteren Kirchen vorbei. Auf dem Berg selbst, befindet sich außerdem eine kleine Moschee, in der sich ein Stein befindet, von dem aus Jesus in den Himmel aufgestiegen sein soll. Wenn man jedoch nicht wirklich religiös ist, kann ich den Besuch nicht wirklich empfehlen.

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Ölberg

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Garten Getsemani

Outfit

Oberteil – Uralt von H&M (ähnliches hier*)

Cardigan -H&M (ähnlicher hier*)

Hose – Uralt von H&M (ähnliche hier*)

Schuhe – Superga*

Der Ausblick vom Ölberg

Das eigentliche Highlight kommt jedoch erst, wenn man den steilen und manchmal recht anstrengenden Aufstieg hinter sich hat. Von der Aussichtsplattform auf der Spitze hat meinen einen atemberaubenden Ausblick auf die Altstadt und den Tempelberg. Wir sind extra zum Sonnenuntergang hochgewandert, um so die Sonne direkt hinter dem Felsendom untergehen zu sehen. Leider hatten wir etwas bewölktes Wetter, aber ich finde Ausblick und das Warten haben sich trotzdem gelohnt, oder was sagt ihr?

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Ölberg

All the wonderful things: Israel Traveldiary #4 - Das einzigartige Jerusalem; Reise Tempelberg Ölberg Felsendom

Fazit

Jerusalem ist in jedem Fall eine sehr besondere und beeindruckende Stadt. Die kulturelle und spirituelle Bedeutung ist auf der Welt wahrscheinlich einzigartig und so ist es nicht überraschend, dass unzählige Touristen und Pilger jedes Jahr dorthin reisen. Auch wenn ich keine große religiöse Verbundenheit verspüre, so war die Atmosphäre in Jerusalem in all den mythenumrankten Straßen und anderen Orten auch für mich etwas Besonderes und ich würde diese Erfahrung auf keinen Fall missen wollen.

Man darf jedoch auch keine sauber herausgeputzte und moderne Stadt erwarten. Die Spuren der Zeit und auch mancher Auseinandersetzung über die letzten Jahrtausende haben ihre Spuren hinterlassen. Außerdem ist die Altstadt Jerusalems ehrlicherweise eher dreckig und über die Verkabelung würde jeder deutsche Elektroinstallateur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen =D

Den Menschenmassen gegenüber habe ich ein etwas gespaltenes Gefühl. Zum einen ist es unglaublich interessant so viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Religionen auf einem Ort zu sehen. Zum anderen kann einem bei den vielen Menschen in den engen Gassen auch schnell einmal etwas klaustrophobisch werden. Vor allem an den Stadttoren erlebten wir doch das eine oder andere Gedränge.

Wenn euch dieser Teil gefallen hat und ihr vielleicht über eine Reise nach Israel nachdenkt, findet ihr noch weitere Teile des Traveldiaries hier zu meinen ersten Eindrücken, hier zu Eilat und hier zu Tel Aviv. Guckt doch auch gerne dort vorbei um noch mehr zu diesem faszinierenden Land zu erfahren.

Wart ihr eigentlich schon einmal in Israel oder sogar in Jerusalem? Dann lasst mir doch gerne auch eure Erfahrungen in den Kommentaren da.

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